Hochzeitsbräuche damals und heute – Teil II

Hochzeitsbräuche Konfetti

Yep! – es ist mal wieder Zeit, einigen Hochzeitsbräuchen auf den Grund zu gehen! Zwar bin ich immer ein großer Advokat für moderne Hochzeiten, aber hier und da darf eine Prise Brauchtum nicht fehlen. Wie sagt Carry Bradshaw so schön bei der Hochzeits-Szene in Sex & The City 2: “That’s the thing about tradition – like it or not: it sneeks in.” Also schauen wir uns lieber genau an, was die Hochzeitsbräuche, die Ihr bei Eurer eigenen Hochzeit einbaut oder meidet, bedeuten.

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Nur, wer verstanden hat, worum es geht, was die Essenz eines Brauchs ist, kann ihn auch mit einem kleinen (oder größeren) modernen Twist versehen. Natürlich kriegt Ihr auch hierfür von mir Vorschläge. Auf geht’s also wieder mal zu einer Reise in die Hochzeitsgeschichte!

Hochzeitstorte Anschneiden

Wir kennen sie alle – die Szene, wenn Braut und Bräutigam gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden. Dabei geht’s nicht nur darum, wer hier die Hand oben und damit in Zukunft „die Hosen an hat“ in der Ehe. Vor allem symbolisiert dieser Akt die erste gemeinsame Aufgabe für beide als verheiratetes Paar. Wer’s schon gemacht hat, weiß, dass es gar nicht so einfach ist, hier mit Teamwork durch die meist vielen Schichten der Hochzeitstorte zu säbeln. Ist diese Herausforderung also erst einmal gut gemeistert, steht einer langen Ehe mit vielen Dingen, die das Paar gemeinsam zu meistern hat, also nichts mehr entgegen.

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Hier haben beide die Oberhand – ein Geschenk des Bräutigams an seine Braut

Wer keine Lust hat auf den Part, bei dem die Gleichberechtigung unter den Tisch fällt, weil jeder die Oberhand haben will: keine Sorge! Natürlich gibt’s auch hierfür mehr als eine Lösung. Entweder Ihr schneidet Eure Torte mit einem tollen Messer wie dem hier abgebildeten, oder Ihr verwendet einen Käsedraht. Den kann man nämlich wunderbar zu zweit verwenden, ohne dass einer „führt“. Ein bisschen wie Baumstammsägen also… Aber Vorsicht! Die Teile sind höllisch scharf!

#1 der Hochzeitsbräuche: Der Hochzeitswalzer

Walzer tanzen kann man nur zu zweit. Und genau darum geht es auch beim Hochzeitswalzer oder jedem anderen Tanz, den das Paar am Hochzeitstag gemeinsam auf’s Parkett legt. Synchrone und genau aufeinander abgestimmte Bewegungen zeigen, wie gut das Paar zusammen passt. Schließlich soll ab dem Hochzeitstag nur noch gemeinsam durch’s Leben getanzt werden. Wer’s mag, kann das mit romantischer Musik mit passendem Text unterstreichen.

Aber es muss auch nicht immer Walzer sein! Mr. Gypsy und ich z.B. sind auf dem Tanzparkett gemeinsam z.B. die absoluten Nieten. Nicht, weil wir gemeinsam vier linke Füße hätten, sondern weil wir uns – wie auch sonst im Leben – weder entscheiden können, noch wollen, wer die Führung übernimmt. Für uns war und ist das kein Problem: wird eben durch den Hochzeitstanz, die Ehe und das Leben gefreestyled! Auch Ihr solltet Euch also einen Tanz- und Musik-Stil aussuchen, der zu Euch passt und mit dem Ihr Euch wohl fühlt. Ich hab’ auch schon Paare Hochzeits-Pogo tanzen sehen – und es war geil!

Kann denn Twisten Sünde sein? Mr. Gypsy und ich mögen’s actionreich – nicht nur beim Hochzeitstanz…

Konfetti-Dusche

Natürlich ist das Werfen von Konfetti, Luftschlangen o.Ä. kein besonders alter Hochzeitsbrauch. Ursprünglich geht er zurück auf das Bewerfen des frisch vermählten Paars mit Reis (hierzulande auch Nüsse, Graupen oder anderes Getreide). Der sollte als Produkt fruchtbarer Felder für Fülle und Fruchtbarkeit auch für die Zukunft der Brautleute stehen. Das Reis Werfen ist mittlerweile aber vielerorts nicht mehr gern gesehen. Das liegt u.a. an dem Irrglauben, er könnte im Magen von Vögeln, die ihn aufpicken, aufquellen und den Tieren Probleme verursachen. Das entspricht zwar wohl nicht der Wahrheit, aber man kann sich ja tatsächlich überlegen, ob man Lebensmittel werfen möchte.

Hochzeitsbräuche Konfetti

Konfetti & Seifenblasen anstatt Reis: gern auch mal in der Lieblingsfarbe der Braut…

Was auch immer Ihr werft, Ihr solltet im Vorfeld abklären, wer die Rückstände beseitigt. Kirchen und Standesämter finden es nämlich meist gar nicht lustig, wenn Ihr den Spaß und sie die Arbeit haben. Erkundigt Euch also im Vorfeld, ob es in Ordnung ist, etwas zu werfen. Ansonsten gibt es natürlich auch Alternativen. Nicht nur mit Seifenblasen oder Konfetti, sondern auch mit Wedding Wands könnt Ihr Euren Gästen die Möglichkeit geben, Spalier zu stehen und Euch kollektiv Glück mitzugeben in die Ehe!

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Und? Kanntet Ihr die Symbolkraft aller drei heute vorgestellten Hochzeitsbräuche? Klar wie Kloßbrühe, wenn man’s so liest, aber war Euch das auch vorher klar? Falls nicht: Denkt doch mal drüber nach, ob Ihr die Hochzeitsbräuche, die Ihr Euch für die eigene Hochzeit aussucht, nicht in einem kleinen Booklet oder vielleicht auf der Rückseite Eurer Menükarte erklären wollt. Eine kleine Legende vielleicht für die Hochzeitsgäste, die sich noch nicht so viel befasst haben damit? Lasst Eurer Phantasie freien Lauf! Viel Spaß bei der Hochzeitsplanung!

Und solltet Ihr jemanden kennen, für den dieser kleine Artikel interessant oder hilfreich sein könnte, nix wie teilen mit den Buttons hier unten! Noch mehr Erklärungen zu Hochzeitsbräuchen findet Ihr übrigens hier.

 

Photo Credits: Johannes Nocker, Reinhard Klein