Meine Wenigkeit im Interview

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Jawoll, richtig gehört: Tatsächlich durfte ICH dem coolen Team von @ichselbstaendig (zu finden bei Instagram) ein Interview geben. Und zur „Heldin der Woche“ haben sie mich auch gleich gekürt – *rotwerd*! In der App gibt’s das Ganze allerdings nur häppchenweise und auf Englisch. Da hab’ ich mir gedacht, Ihr bekommt es hier von mir nochmal im Ganzen und auf Deutsch:

Interview:

Gelächter und Tränen, Momente innerer Ruhe wechseln sich mit höchsten Stressleveln ab – und Emotionen, Emotionen, Emotionen… Oh ja, ein Hochzeitstag ist all das. Hochzeitserinnerungen bleiben für immer und jedes Mädchen verdient es, dass ihr Traum wahr wird. Unsere heutige #Heroine_of_the_week, Angelina von GypsyGal Weddings, bleibt ruhig und behält die Kontrolle, wo Bräute überfordert und gestresst werden. Angelina ist eine kreative Powerfrau. Sie schafft es, authentische Erlebnisse mit Wow-Effekt zu kreieren und dabei glückliche Paare zu entlasten. Außerdem schreibt sie auch einen tollen Blog über ihre Reise in die Selbständigkeit. Hier kommen unsere Fragen und ihre Antworten darauf:

Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus?

Ich wache gegen 6 Uhr mit einer weichen Pfote im Gesicht auf – der meiner kleinen Katze, die mir so zeigt, dass sie hungrig ist. Allein das ist schon eine schöne Art, den Tag zu beginnen. Aber es wird noch besser, wenn ich an all die interessanten Aufgaben denke, die an diesem Tag vor mir liegen. Also stehe ich gleich auf und setze mich an den Schreibtisch um mir dort den Kopf über wunderschönen Hochzeitskram zu zerbrechen. Ich telefoniere mit oder treffe verschiedene Dienstleister, damit ich auch tatsächlich den besten Preis dafür heraus handeln kann. Und gelegentlich darf ich mit schönen DIY-Projekten sogar selbst Hand anlegen.

Was gefällt dir am besten an der Hochzeitsbranche?

Da unterscheide ich mich wohl nicht großartig von vielen anderen Selbständigen. Die größte Freude daran, Menschen einen der schönsten Tage ihres Lebens zu bereiten, habe ich mitunter hieran: Ich darf das tun, worin ich gut bin und was mir wirklich großen Spaß macht – und kann so auch noch anderen helfen. Wenn man ein Ästhet (und Gott bewahre auch noch eine Frau im gebährfähigen Alter) ist wie ich, ist das etwas, das nicht immer ganz einfach zu erreichen ist. In meinem Job darf ich mir jetzt schöne Worte für freie Trauungen einfallen lassen oder über Farbschemata, Tischdekorationen oder Hochzeitsbögen, die nicht den Geldbeutel sprengen, nachdenken.

Welche Herausforderungen halten Dich nachts wach?

Momentan sind das ungefähr eine Million verschiedene Sachen! Zum Beispiel hoffe ich noch, einen Gründungszuschuss für meine Agentur zu bekommen, damit ich meinen Verleih-Service schneller ausbauen kann. Ich denke über eine bestimmte Hochzeit und die spezifischen Problemstellungen nach und suche nach der besten Lösung dafür. Darüber, dass ich auch beim nächsten Paar, das ich treffe, einen guten Eindruck machen will. Meine (oft viel zu langen) To-Do-Listen verfolgen mich in den Schlaf. Ich plane, wie ich am besten meine Social Media Accounts füttere oder wie mein Stand für die nächste Hochzeitsmesse aussehen soll. Oft bekomme ich also nicht viel Schlaf, aber das macht mir nichts aus. Morgens wache ich trotzdem motiviert auf und kann es nicht erwarten, mich wieder an die Arbeit zu machen.

Welchen Rat würdest Du Deinem 21-jährigen Ich geben?

Das ist eine schwierige Frage! Ich glaube, ich würde ihr einfach raten, sich nicht zu viele Sorgen zu machen, ob sie den richtigen Job findet, der zu ihren speziellen Fähigkeiten passt. Wenn sie sich einfach klar macht und darauf konzentriert, was sie wirklich will, dann findet sie auch einen Weg, von all ihren Talenten Gebrauch zu machen. Ich würde ihr sagen, dass man nicht alles planen kann. Das Leben hat manchmal die Eigenart, all deine Pläne komplett zu ignorieren. Am Ende zeigt sich aber oft, dass alles, was passiert ist, nur zu deinem Besten war. Vermeintliches Unglück stellt sich im Nachhinein viel öfter als ein wahrer Segen heraus, als wir es jemals für möglich halten würden.

*Kleine Anmerkung meinerseits: Das trifft auch in Sachen Heiraten zu! Manche Hochzeiten laufen nicht genau nach Plan – und oft ist es genau das, was ihren Charme ausmacht. Ein komplett verregneter Hochzeitstag sorgt durch begrenztes Platzangebot vielleicht erst recht dafür, dass Eure Gäste sich unterhalten und kennenlernen müssen. Du hättest auch gern einen Ring am Finger und beneidest all deine bereits verlobten Freundinnen? Wer weiß, ob Du nicht den wunderbaresten Heiratsantrag bekommst? Oder Du machst ihn gleich selbst und erfährst dabei, was für ein cooles Bad-Ass-Chick tatsächlich in Dir steckt!

Viele Paare träumen davon, einen Hochzeitsplaner zu haben. Für die meisten von uns ist das aber viel zu teuer. Oder ist diese Ansicht vielleicht längst passé?

Na und sie haben völlig Recht, davon zu träumen. Jemanden zu haben, der die langweiligen Kostenkalkulationen übernimmt und dabei immer ein Auge aufs Budget hat, der Dienstleister kennt, kontaktiert und koordiniert, wenn nötig sogar in letzter Minute ersetzen kann – oder einfach nur die nörgelnde Schwiegermutter in Schach hält, ist doch einfach wunderbar, nicht wahr? Das Beste daran ist, dass das gar nicht so teuer ist. Weil Hochzeitsplaner bei vielen Dienstleistern bessere Konditionen bekommen, sind so in den meisten Fällen schon die Kosten für einen abgedeckt. Und wisst Ihr, was ich denke? Sich auf seinen Job und sein Leben konzentrieren zu können und dann nur die angenehmen Teile der Hochzeitsplanung genießen zu können (wie z.B. die Auswahl der Dekoration oder den Kauf eines Brautkleids) ist absolut unbezahlbar.

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Durchbrennen im Winter? Ich bin dabei!

Die Hochzeitsbranche ist ja sehr speziell, da es keine echte Zielgruppe gibt. Wie löst Du dieses Problem?

Ehrlich gesagt habe ich dieses Problem gar nicht. Meine Dienste biete ich allen Paaren an, die genauso crazy sind wie ich und heiraten wollen. Ich plane Hochzeiten, die man sich leisten kann für junge Paare, die ihr Jawort auf eine besondere, moderne Weise feiern wollen. Dabei stehe ich an ihrer Seite, damit sie sich im Marketing-Jungle der Hochzeitsindustrie zurechtzufinden und teure Planungsfehler vermeiden können. Das können so einfache Dinge sein wie die Dekoration zu mieten anstatt sie gleich kaufen zu müssen.

Du hast einen sehr schönen und stylischen Instagram-Account über Hochzeiten. Was tust Du noch, damit Deine Kunden Dich finden?

Oh Dankeschön! Das ist tatsächlich nur eine von vielen Möglichkeiten, mich kennenzulernen. Ich bin außerdem auf Hochzeitsmessen zu finden. Zum Beispiel könnt Ihr mich auf der hellobride in Augsburg am 19. Februar treffen. Außerdem hab’ ich ja seit Neuestem auch eine wunderbare Website.

War Deine eigene Hochzeit der Hauptgrund, Hochzeitsplanerin zu werden oder gab es da noch etwas anderes?

Da gab es definitiv noch etwas anderes. Ich habe schon lange vorher Veranstaltungen geplant. Eigentlich habe ich ja Kunstgeschichte (+ Germanistik & Anglistik) studiert. Deshalb hab’ ich meinen ersten richtigen Job auch in einem Museum gefunden. Das macht jetzt wahrscheinlich den Eindruck, dass ich Ausstellungen geplant oder ständig Führungen gegeben habe. Das (allein) war aber nicht Teil meiner Jobbeschreibung. Ich wurde ziemlich schnell in die Planung großer und kleiner Veranstaltungen und Feste für Kulturinteressierte involviert. Events mit bis zu 9.000 Besuchern mit zu planen hat definitiv dazu geführt, dass ich mehr davon wollte und mir mein wahres Talent, meine echte Leidenschaft vor Augen geführt: Dafür zu sorgen, dass Menschen eine verdammt gute Zeit haben! Unsere eigene Hochzeit hat mir lediglich die Idee gegeben, dass Paare eigentlich jemanden wie mich brauchen um eine tolle Hochzeit zu planen, wenn ihnen die Zeit und/oder die Erfahrung fehlen, das selbst zu tun.

Wenn Ihr jetzt auch mal auf meinen angeblich so schicken Instagram-Account gucken wollt, könnt ihr das über @gypsygalweddings natürlich gern tun! Na und wenn Ihr selbst Fragen an mich habt, immer her damit in der Kommentarspalte – oder Ihr meldet euch einfach gleich persönlich bei mir! Ich freu’ mich immer über Eure Anrufe und E-Mails und stehe für ein ganz persönliches Interview parat… 

 

Photo Credits: Jana Köhler